Mechatroniker

Das Arbeiter-Bildungs-Centrum in Bremen stellt Jugendlichen mit besonderem Förderungsbedarf Ausbildungsplätze für Mechatroniker bzw. Mechatronikerinnen zur Verfügung.  Hierbei kooperiert es mit dem Bremer Lernzentrum der Deutschen Bahn AG. Mit Hilfe des dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufes  Mechatronik sollen Fachkräfte befähigt werden, sowohl mechanische als auch elektrische Arbeiten bei der Montage und Instandhaltung von komplexen Systemen im Anlagen- und Maschinenbau durchführen zu können.

mechatronik05
Heiko Lieders vor einem systemprogrammierten Steuerungssystem. In Bremen kooperieren das Arbeiter-Bildungs-Centrum und die Deutsche Bahn bei der Ausbildung zum Mechatroniker.

Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeit organisieren die Partner Deutsche Bahn AG und das Arbeiter-Bildungs-Centrum gemeinsam die Berufsausbildung zum Mechatroniker bzw. der Mechatronikerin. Als Rechtsträger der Maßnahme fungiert das Bremer Arbeiter-Bildungs-Centrum, mit dem die Auszubildenden einen Ausbildungsvertrag abschließen. Beide Partner haben sich über die Ausgestaltung eines Ausbildungsplanes geeinigt. Während das Lernzentrum der Deutschen Bahn die fachliche Vermittlung des Ausbildungsstoffes garantiert, gewährleistet das Arbeiter-Bildungs-Centrum die sozialpädagogische Begleitung durch Stütz- und Förderunterricht. Es steht darüber hinaus inständigem Kontakt zur Berufsschule, um den Jugendlichen beim Auftreten von Lernschwierigkeiten sofort helfen zu können.

Die im Rahmen des Modellvorhabens installierte Ausbildung zum/r Mechatroniker/in begann im September 1999 mit der Aufnahme von vier Auszubildenden. Von diesen haben zwei die Ausbildung nach einem Jahr abgebrochen, da sie von der Komplexität der Lehrinhalte überfordert waren. Entsprechend der getroffenen Ausbildungsvereinbarungen konnten die beiden beim Arbeiter-Bildungs-Centrum in eine außerbetriebliche Ausbildung zum Industriemechaniker wechseln, wobei ihnen die Handelskammer das erste Ausbildungsjahr in Mechatronik auf die Industriemechanikerausbildung angerechnet hat. Doch auch dieser Wechsel erwies sich als problematisch, da die Betreffenden Defizite im Bereich der Mechanik auszugleichen hatten. Mit Hilfe eines eigens organisierten Förderunterrichtes ließen sich die beiden Wechsler schnell an den Leistungsstand der Gesamtgruppe heranführen und zwar ohne den Ausbildungsablauf innerhalb der Industriemechanik zu stören.

Die beiden anderen Azubis setzen bislang ihre Mechatronikerausbildung fort. Da sie noch nicht in die betriebliche Ausbildung der Deutschen Bahn AG übernommen werden konnten, finanziert die Bundesanstalt für Arbeit weiterhin die Ausbildung. Leider hat das Arbeitsamt Bremen den Kooperationspartnern im Jahr 2000 keine weiteren Jugendlichen zur Ausbildung in Mechatronik zugeteilt, obwohl sich bei entsprechender sozialpädagogischer Betreuung auch Jugendlichen mit besonderem Förderungsbedarf in dieses neue Berufsfeld integrieren lassen. Dies belegen die durchaus guten Leistungen der beiden Azubis in der Zwischenprüfung vom April 2001. Entsprechend den gängigen Erfahrungen in der Benachteiligtenförderung schnitten beide im praktischen Prüfgebiet wesentlich besser ab als im theoretischen Teil.

Frank_Weber
Zuständig  für die Betreuung bei der Mechatronikerausbildung in Bremen ist Frank Weber, hier in seinem Büro.

 


Home   Zurück zur Startseite